Hier finden Sie die einladung zum Herunterladen (PDF, ENGLISCH)

Alles zu Unterkunft, Anreise und dem Veranstaltungsort unseres Symposiums


Mehr erreichen beim Papierrecycling – Chancen und Herausforderungen gemeinsam meistern

Erfassung, Qualität und die industrielle Verarbeitung von Altpapier: Breites Themenspektrum auf dem INGEDE-Symposium am 28. Februar 2018 in München

Die Herausforderungen nicht nur für die deinkende Papierindustrie nehmen weiter zu – es wird immer schwieriger, zu ökonomisch vernünftigen Bedingungen neues grafisches Papier aus Altpapier herzustellen. Der Kostendruck ist wegen gestiegener Altpapierpreise enorm, und das Aufkommen an grafischem Altpapier geht zurück – die Menschen lesen weniger Zeitung, die Zeitungen sind dünner geworden wegen weniger Werbung, und das gesammelte Altpapier enthält insgesamt immer mehr Verpackung. Kommunen nutzen das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, um lokale selektive Sammlungen zu erschweren, die jedoch besonders gute Altpapierqualität liefern. Vor lauter Sorge um den quantitativen Nachschub ist es deshalb immer schwieriger, auch Anforderungen an die Qualität des Rohstoffs Altpapier aufrecht zu erhalten. Hilfreich ist hierbei die zunehmende Bedeutung von Umweltzeichen wie dem Blauen Engel für Druckprodukte, für den auch die Entfernbarkeit der Druckfarbe nachgewiesen werden muss.

Qualität ist nicht nur für die Deinkingware wichtig – auch die Hersteller von Wellpappenpapieren und Karton, unter anderem für die wachsende Nachfrage nach Verpackungen, stehen vor der Herausforderung, den steigenden Bedarf in akzeptabler Qualität stillen zu können. Eine mögliche Quelle für qualitativ hochwertiges Altpapier ist die Fraktion, die heute als Mischpapier bezeichnet wird. Hier stellt sich die Frage, wie schon im Haushalt über verbesserte selektive Erfassung und Sortierung die Ausbeute an für die unterschiedlichen Produkte geeigneten Qualitäten steigern kann. Dabei hilft es, die Materialflüsse möglichst genau zu kennen: Wo landen die Altpapierfraktionen, die für die einzelnen Sortengruppen besonders wertvoll sind?

Neue digitale Druckverfahren sind ein Dauerbrenner beim INGEDE-Symposium in München: Vielfach unterscheiden sich die Farben und damit ihr Verhalten beim Deinken grundsätzlich von dem konventioneller Offset- und Tiefdruckfarben. Während Trockentoner (Laserdrucke) durchweg hervorragend rezyklierbar sind, bereiten manche Inkjetdrucke Probleme. Doch hier hat sich in den letzten Jahren vieles bewegt, einige Hersteller haben ihre Druckverfahren und Tinten deutlich weiterentwickelt. Der Vortrag von David Croll (Océ Printing Systems) auf dem Symposium wird wird die Geschichte des Inkjetdrucks und neue, gut deinkbare Verfahren beleuchten.

Nicht deinkbare Drucke können Probleme beim Recycling bereiten

Mancher mag sich daran erinnern, dass Drucke mit Flüssigtoner von HP Indigo nicht für das Deinking geeignet sind. Ähnliche Probleme bereiten Drucke mit UV-härtenden Farben – hier vernetzen die Farben durch die vom UV-Licht induzierte Polymerisation. Vielfach sind die resultierenden großen Partikel nur unzureichend abtrennbar, auch weil sie nicht so wasserscheu (hydrophob) sind wie klassische Druckfarben. Doch auch hier gibt es Unterschiede, auf dem INGEDE-Symposium sollen die Hintergründe für den zunehmenden Einsatz UV-härtender Farben und die daraus resultierenden Probleme dargestellt werden.

Altpapierqualität auch weiter ein Thema in Europa

Unterschiedliche Erfassungsquoten in unterschiedlichen Ländern Europas stellen weiterhin eine Herausforderung dar. In einem Hauptvortrag wird Ulrich Leberle (CEPI, Brüssel) Aktuelles zu den von der EU-Kommission und der europäischen Papierindustrie angestrebten Maßnahmen zur Kreislaufwirtschaft vorstellen.

Papierindustrie 4.0: Die digitale Revolution in der Papierfabrik?

Die klassische Prozessoptimierung durchläuft eine Revolution. Auf alte Fragen gibt es neue und bessere Antworten als jemals zuvor: Jürgen Käser, Experte für die Papierindustrie 4.0 bei Voith, wird diese Antworten vorstellen. Welche Rohstoffrezepturen senken die Betriebskosten nachhaltig, ohne die Produktivität negativ zu verändern? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Abrisshäufigkeit und Betriebsführung? Welcher Primärenergieeinsatz ist absolut unvermeidbar für eine Sorte? Neuartige mathematische Modellierungen in Echtzeit führen zu einer neuen Prozessdynamik, diese ergibt hochstabilisierte und kostengünstige Herstellungsprozesse, welche bislang für Menschenhände unerreichbar waren. Und erste Praxisanwendungen zeigen es: Auch die Papierherstellung steht am Anfang einer digitalen Revolution.

Die INGEDE setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1989 inzwischen mehr als 25 Jahre mit den gemeinsamen Problemen der Deinker auseinander und hat sich nicht nur durch die Entwicklung von mittlerweile zum Industriestandard herangewachsenen Testmethoden einen Namen gemacht.

Wir laden Sie ein, im kommenden Februar beim INGEDE-Symposium 2018 am 28. Februar in München mit uns über aktuelle Themen zum Papierrecycling und den Stand von uns finanzierter Entwicklungsprojekte zu hören und zu diskutieren! Das INGEDE-Symposium ist die einzige internationale Veranstaltung, die alle Aspekte von Altpapiererfassung über Qualitätsaspekte bis zu prozesstechnischen Fragen abdeckt. Das komplette Programm sowie aktuelle Details finden Sie demnächst hier.


Anmeldung, Anreise und Übernachtung

Anmeldung: Kostenlos für INGEDE-Mitglieder und Förderer sowie Vertreter von Tages- und Fachpresse, alle anderen Interessenten bitten wir um Verständnis für eine Schutzgebühr zur Deckung unserer Kosten.

Der Veranstaltungsort „Haus der Bayerischen Wirtschaft“ ist zu Fuß vom Münchner Hauptbahnhof erreichbar. So finden Sie das Symposium: Detaillierte Informationen auf der Webseite des Hauses der Bayerischen Wirtschaft. Es gibt nur wenige Parkmöglichkeiten in der hauseigenen Tiefgarage (20 Euro/Tag bis 24 Uhr, für Tagungsteilnehmer 10 Euro). In den umliegenden Straßen ist das Parken (Parkuhr!) auch nur begrenzt möglich.

Wegen des dichten Verkehrs gerade am morgen und der schwierigen Parksituation empfehlen wir die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln! (Karte/Wegbeschreibung vom Hauptbahnhof).

Die S-Bahn vom Flughafen München hält in unmittelbarer Nähe am Karlsplatz (vom Flugplatz entweder mit S1 oder S8, mit jeder der beiden Bahnen benötigen Sie etwa 40 Minuten; die Bahnen vom und zum Flugplatz fahren alle zehn Minuten). Verlassen Sie die S-Bahn-Station in Richrtung Lenbachplatz/Ottostraße, folgen Sie der Ottostraße bis zur Max-Joseph-Straße (links). Der Fußweg vom Karlsplatz dauert nur fünf Minuten.

Vom Münchner Hauptbahnhof kommend verlassen Sie das Gebäude in Richtung Elisenstraße, überqueren die Elisenstraße und folgen ihr (rechts) bis zum Karlsplatz, überqueren die Sophienstraße (links) und folgen links der Ottostraße (Tramgleise) bis zur Max-Joseph-Straße (links). Sie können auch mit der Tram 27 Richtung Petuelring oder Tram 28 Richtung Scheidplatz bis zur nächsten Haltestelle fahren (Ottostraße).


Hotelinformation

There are many hotels in the central Munich area. Quite reasonable (currently from 60 EUR incl. tax excl. breakfast) and right across the street north of Hauptbahnhof is Hotel Amba*** (www.hotel-amba.de).

Here for the nights around the 2018 symposium we suggest you book yourself via the hotel website; we were not able to negotiate rates that are even better. Book on the hotel’s website as prices are always 10 % below the rates on HRS or other booking sites.

Von diesem Hotel (und den benachbarten Häusern) erreichen Sie den Veranstaltungsort zu Fuß in weniger als 15 Minuten.


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