INGEDE News Mai 2023: Woraus machen wir in Zukunft Papier? Verfügbarkeit und Qualität von Altpapier auf dem INGEDE-Symposium

BAUSTELLE

INGEDE-Symposium:
Woraus machen wir in Zukunft Papier?

Der Verbrauch und damit die Verfügbarkeit grafischer Produkte sind weiter rückläufig. Gleichzeitig werden weiße Recycling­fasern nicht nur in grafischen Produkten zunehmend genutzt. Mit dem Versorgungs­engpass bei grafischen Altpapieren und dessen Ursachen befasst sich unter anderem das diesjährige INGEDE-Symposium am 8. März in München.

Die Altpapier-Zusammensetzung hat sich verändert

Arne Kant, AFRY Management ConsultingNicht mehr neu: Der Verbrauch und damit die Verfügbarkeit grafischer Produkte für das Recycling nehmen kontinuierlich ab. Was wächst? Was schrumpft? Und wer braucht welche Fasern? Antworten auf diese Fragen will Arne Kant liefern, Berater bei AFRY Management Consulting in München. Die Umstellung graphischer Papiermaschinen auf Verpackung sieht er als weiter anhaltenden Trend. Und da der Anteil der grafischen Papiere an der gesamten gesammelten Altpapiermenge sinkt, kann die Sortierung, selbst wenn sie sich verbessert, unrentabel werden.

Welche Auswirkungen hat die EU-Verpackungsrichtlinie?

Die Europäische Kommission hat eine neue Verpackungsverordnung vorgeschlagen mit Zielen zur Verpackungsvermeidung, Wiederverwertung und vielen weiteren.

Welche Auswirkungen hat das auf Altpapiersammlung und Rezyklierbarkeit? Was für Industrieinitiativen gibt es? Damit setzt sich Ulrich Leberle (Cepi, Brüssel) auf dem Symposium auseinander. In einem Positionspapier zur Überarbeitung der Richtlinie spricht sich die Cepi (der Verband der Europäischen Papierindustrie) gegen eine Wiederverwendung um jeden Preis aus, wenn funktionierende Recyclingsysteme existieren. Erneuerbare und recycelte Inhalte sollten bei der Erreichung der Kreislaufwirtschaftsziele gleicher­maßen berücksichtigt werden. Die getrennte Sammlung schließlich sieht die Cepi als Schlüssel zu einer weiteren Steigerung der Recyclingquoten und der Akzeptanz von recycelten Inhalten.

Nach der Veröffentlichung des Vorschlags über Verpackungen und Verpackungsabfälle wird dieser im nächsten Schritt vom Europäischen Parlament und vom Rat beraten. Weitere  Informationen und eine Zusammenstellung von FAQs finden Sie auf den Webseiten der EU-Kommission.

Das neue Verpackungsgesetz

Das deutsche Verpackungsgesetz (VerpackG) setzt die europäische Verpackungsrichtlinie 94/62/EG in deutsches Recht um. Es regelt das Inverkehrbringen von Verpackungen sowie die Rücknahme und hochwertige Verwertung von Verpackungsabfällen. Das Gesetz löste 2019 die bestehende Verpackungsverordnung (VerpackV) ab und wurde 2021 novelliert. Das VerpackG2 gilt seit dem 3. Juli 2021 – und nur in der Bundesrepublik Deutschland. Das Gesetz in 60 Sekunden …

Axel Fischer (INGEDE) und Ralph Dittmann (WKS)
Axel Fischer und Ralph Dittmann beim INGEDE-Symposium 2022
(Foto: M. Szombathy)

Aktuelle Meldung zum Thema Werbepost:

Das Justizministerium hat das Ansinnen der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Werbe­post nur auf ausdrückliche Bestellung zu erlauben (“Opt-in-Regelung”), auch im zweiten Anlauf vorläufig zurück­gewiesen. Erst in der kommenden Legislaturperiode soll über eine Gesetzesänderung entschieden werden.

Werbepost sei beispielsweise für den stationären Handel “ein wichtiges Instru­ment der Absatzförderung”. Darüber hinaus könne eine Opt-In-Regelung auch die Presse­freiheit betreffen, wenn etwa Anzeigenblätter mit redaktionellem Teil von einem Verbot erfasst würden.

(Quelle: dpa,
beispielsweise via Süddeutsche Zeitung)

Auch Verpackungen sind Rohstoff:
Weiße Fasern vor dem Downcycling bewahren!

Die Plastikphobie treibt die merkwürdigsten Blüten, sowohl was die Regulierung betrifft wie auch die Verpackungen selbst. Mit prozentualen Regelungen lässt sich ein Schächtelchen grünwaschen, auch wenn es in Wirklichkeit nur noch für den Ofen taugt. Multiple Barrieren, die zusammen weniger als fünf Prozent einer Packung ausmachen, können die mehr als 95 Prozent Fasern komplett unzugänglich oder unbrauchbar machen. Auf dem INGEDE-Symposium werden Probleme und Lösungen diskutiert.

Was will der Kunde? Verbraucher wollen wenig Arbeit, geringe Kosten, und trotzdem ein gutes Gewissen. Auf jeden Fall eine recyclingfähige Verpackung. Da lässt sich manch einer schnell blenden und entscheidet nach dem Aufdruck „recyclingfähig“ – ohne zu wissen, ob diese Verpackung nun auf Mineralöl basiert oder auf nachwachsenden Rohstoffen. Und selbst dann muss sie nicht gleich gut rezyklierbar sein.

Kein Plastik ist auch eine Lösung

Für Juergen Schwald vom Wiesbadener Verpackungs­entwickler BMS Papier Concept der richtige Weg sind Verpackungen, die nicht getrennt werden müssen, sondern als Ganzes recycelt werden können und aus nachwachsen­den Rohstoffen sind, nicht auf Mineralölbasis. Schwald erklärt auf dem INGEDE-Symposium aktuelle Trends in der Produktverpackung: Welche Alternativen zu Plastik will der Markt, welche nicht?

“Der Endverbraucher darf nicht mit dem Separieren von Materialien belastet werden, er muss es so bequem und einfach wie möglich haben – nur so ist ein Recycling gewährleistet”, sagt Schwald.

Der Lebenszyklus von Papierverpackungen – wieviel Plastik brauchen wir noch?

Urban Buschmann war bei FRoSTA der Vater der Papiertüte für Tiefkühlgemüse. Bei der Entwicklung eines zellstoffbasierten Materials müssen viele Aspekte beachtet werden: Wasser- oder Ölbeständigkeit, Wasserdampfdurchgang mit Austrocknung bzw. Befeuchtung des Produktes, Sauerstoffbarriere mit oxidativen Veränderungen mit Fett-Ranzidität oder Verfärbung von Tomatenrot. Auch die Dauer und die Lagerbedingungen spielen beim Nutzen von Papier eine wichtige Rolle. Buschmann erklärt, wie die Fülle der potenziellen Probleme die Entwickler zu unkonventionellen und bisher nicht betrachteten Lösungen insbesondere bezüglich der Barrierewirkung der Verpackung zwingen.

Es zeigen sich große Potentiale für den Einsatz von papierbasierter Verpackung – und dass es eine Entlastung der Umwelt von Mikroplastik geben kann.

DIHK aktualisiert “Umgang mit Verpackungen in Europa”:
Die wichtigsten Regelungen für derzeit 25 Länder auf einen Blick

Bagatellgrenzen, Meldepflichten, Recycling­quoten: Wie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die novellierte EU-Verpackungsrichtlinie umgesetzt haben und was in weiteren europäischen Ländern gilt, beschreibt die Deutsche Industrie- und Handelskammer in einer frisch überarbeiteten Veröffentlichung.

Broschüre zum Herunterladen hier

PFAS in Verpackungen?

Der Blaue Engel für Druckprodukte UZ-195 verlangt in der neuesten Ausgabe die Vermeidung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die als Abriebschutz in Druckfarben verwendet werden. Sie werden für Lebensmittelpapiere und -verpackungen als Imprägniermittel verwendet; das in Zürich beheimatete Food Packaging Forum sorgt sich zwar um die Migration von Chemikalien aus Recyclingpapier in Lebensmittel, zum Thema PFAS (“macht Papier wasser- und fett­beständig”) heißt es in einem “Fact Sheet” lapidar: “Die erweiterte Funktionalität von Papier- und Kartonverpackungen kann auf Kosten der chemischen Sicherheit gehen.

INGEDE-Symposium: Wie verbessert man Image und Einsatz von Recyclingpapier?

Was ist eigentlich der Nutzen von Recycling? Mit dem Einblick in den ersten regionalen Closed-Loop-Betrieb, das Konzept des nationalen und internationalen Fiberloop-Papiers möchten Sarah Lesting und Matthias Elsweier, Leipa auf dem Symposium mit Beispielen für in die Praxis umgesetzte Konzepte begeistern: Von recycelten Fasern bis zum Fabrikstandort, von neuen Papierprodukten bis hin zu einem Drucker und der Förderung der Recycling-Regionalität als Hauptschwerpunkt zeigt LEIPA in Partnerschaften, also Best Practices. Darüber hinaus werfen wir einen 360-Grad-Blick auf die Verbraucheranforderungen an recycelte Inhalte und wie wir die Komplexitäten der Abfalltrennung vereinfachen können.

Künstliche Intelligenz auch bei der Altpapiersortierung

Weitere Vorträge beim Symposium beschäftigen sich mit der Optimierung der Qualität des Rohstoffs Altpapier: Mit der Zertifizierung von Sortieranlagen, verschiedenen Kamerasystemen und verbesserter Regeltechnik zur Optimierung der Ausbeute in der Papierfabrik. 

TrueCircle installiert AI-Kamerasysteme auf Papiersortieranlagen, die kontinuierlich und in Echtzeit die exakte Zusammensetzung von 100 % des ein- und ausgehenden Materials auf dem Band überwachen (Kategorisierung in detaillierte Fasersorten wie Zeitungen, Zeitschriften, Karton, Graupappe, weißes Papier etc.).

Orientierung im Dschungel der Messmethoden

Der Trend zu mehr faserbasierter Verpackung und die Novellierung der EU-Verpackungsverordnung haben große Aufmerksamkeit auf Prüfmethoden und Bewertungsschemata zur Rezyklierbarkeit gelenkt. Ihre Vielfalt ist allerdings selbst für Fachleute unübersichtlich. Wie spielen die Methoden der INGEDE, Cepi, der Institute, der Allianz 4evergreen und genormte Prüfverfahren zusammen, und wo bestehen noch „weiße Flecken“? Kann die neue CEPI-Methode Bewährtes ersetzen? Antworten hierzu liefert Andreas Faul von der INGEDE.

Unser Wald ist Berlin – Unser Papier heißt Regio Loop

UmDEX über eine eigene Marke und ein nachhaltiges Vertriebs­konzept für Recyclingpapier

www.umdex.de

Klimawandel durch Digitalisierung

Belastet das Medium Print die Umwelt stärker als die digitalen Pendants? Das wollen uns Unternehmen weismachen, gerade wenn sie viel Post versenden. Oft weisen sie explizit darauf hin, dass die Druckerzeugnisse ihrer Unternehmenskommunikation durch digitale Alternativen “umweltfreundlich” ersetzt wurden. Doch diese Argumentation ist meist falsch. Die Nutzung des Internets ist nicht per se umweltfreundlich, sondern belastet in erheblichem Ausmaß das Klima.

Guido Schmidt hat bei UmDEX eine Reihe von Zahlen und Argumenten zusammengestellt, darunter eine Studie des VDMA-Fachverbands Druck- und Papiertechnik (siehe auch unten).

Über die Studie berichtet auch TwoSides Österreich.

Wie hoch der Datenhunger der Größten ist, illustriert ein Bericht der Süddeutschen Zeitung: Jährlich 15 Mrd Euro kostet es EU-Netz­betreiber, das Daten­volumen von Meta, Netflix, Amazon, Google und Apple um­zu­schlagen, beklage Orange-Chefin Christel Heydemann beim Mobile World Congress. Sie beanspruchten 55 % des gesamten Daten-Verkehrs. Telko-Konzerne wollen die Tech-Riesen schon länger zur Kasse bitten.

bvse zum Altpapiertag:
"Altpapierbranche hat Dauerkrise bewältigt"

Zum 25. Internationalen bvse-Altpapiertag in Stuttgart begrüßte Werner Steingaß, Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling und Vizepräsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, Ende März mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Europa, Nordamerika und Asien.

Werner Steingaß beleuchtete in seiner Rede Kernthemen aus den vergangenen 12 Monaten und betonte, dass die Altpapierbranche die dreijährige Dauerkrise bewältigt habe.

Der Vorsitzende des Fachverbandes Papierrecycling erläuterte, dass die konjunkturbedingten Schwierigkeiten der Papierbranche zu einem zeitweise ganz erheblichen Aufbau der Lagebestände geführt haben. Steingaß: “In dieser schwierigen Gemengelage erwies sich der Altpapier-Export wieder einmal als unverzichtbares Ventil. Ohne dieses Ventil der Marktentlastung hätte diese Krise nicht bewältigt werden können, denn wir sind in Europa nach wie vor Nettoexporteur von Altpapier in Höhe von rund 6 Millionen Tonnen pro Jahr.”

Laut der Pressemitteilung des bvse erklärte Steingaß weiter, dass Exporte von qualitativ behandelten, normierten Rohstoffen aus dem Recycling ein unerlässliches Regulativ für die Funktionalität der innereuropäischen Märkte seien.

“Verstopfte Märkte, wie im letzten halben Jahr, führen ohne einen funktionierenden Export zum Verlust des Wertes der Ware Altpapier und das können wir uns nicht leisten. Die Erfassung, Aufbereitung und zielgerichtete Vermarktung von Altpapier kostet Geld und das muss über den Wert der Ware kompensiert werden. Über die Gefahr reduzierter oder gar wegfallender Einnahmequellen auch für die Kommunen wollen wir gar nicht reden. Wenn wir es zulassen, dass durch verstopfte Märkte, auch wenn es kurzzeitig ist, der Wert der Ware die Kosten nicht mehr deckt, dann gehen Teile dieses wertvollen Rohstoffs Altpapier der Wertschöpfungskette verloren, teilweise auch unwiederbringlich verloren”, erklärte Werner Steingaß.

Er verwies darauf, dass Deutschland die besten Erfassungssysteme mit der besten Qualität habe und dass die deutschen Papierfabriken so eine Spitzen-Altpapiereinsatzquote von 79 % vorweisen können. Um all dies zu erhalten, dürfe der Wert der Ware Altpapier auch in schwierigen Zeiten nicht verloren gehen und das gelinge auf Dauer nur über einen freien, funktionierenden Weltmarkt und nicht durch Abschottung und Abgrenzung.

Die Novelle der EU-Abfallverbringungsverordnung entwickelt sich aber “genau in diese Richtung” der Einschränkung und Behinderung.

Steingaß: “Man muss es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Politik greift – ohne zu unterscheiden zwischen qualitativ aufbereiteten Verwertungsabfällen einerseits und unbehandelten Abfällen andererseits – massiv in funktionierende Märkte von Sekundärrohstoffen ein. Der bvse sieht daher die erfolgreiche Arbeit der Branche massiv gefährdet durch die drohende Behinderung des freien Welthandels mit aufbereitetem Altpapier.”

Umso wichtiger sei es, das Thema “Ende der Abfalleigenschaft für Altpapier” voranzutreiben. Steingaß bezeichnete es als ein Top-Thema in 2023.

Altpapier kann nach Erfüllen bestimmter qualitativer Kriterien das Ende der Abfalleigenschaft erreichen. Dies entspricht bereits der gängigen Rechtsauffassung und Umsetzung in Spanien, Italien, Frankreich und der Wallonie – sowie in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Nach Ansicht des bvse ist es deshalb längst überfällig, dass der Gesetzgeber dies in Deutschland bundesweit anerkennt.

Der bvse-Vizepräsident ging in seinen Ausführungen ebenfalls auf die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle ein, die momentan in Brüssel beraten wird. Der bvse begrüße grundsätzlich die Ziele dieses Entwurfes, darunter die Stärkung des Verpackungsrecyclings auf dem Weg zu mehr Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit, führte Steingaß aus. Allerdings lehne der bvse-Fachverband Papierrecycling die generelle Vorgabe zum verbindlichen Einsatz wiederverwendbarer Verpackungen ab.

Werner Steingaß: “Der dabei pauschal unterstellte Vorteil einer Mehrwegverpackung ist nicht belegt. Im Gegenteil: Der Aufbau notwendiger Rücknahmesysteme für Verpackungen aus PPK brächte deutlich mehr negative als positive Effekte mit sich. Das erfolgreiche, höchst effiziente Recyclingsystem von PPK-Verpackungen – also die Wiederverwertung statt Wiederverwendung – würde nachhaltig Schaden nehmen und getreu dem Motto: „never change a running system“ sollte hieran nichts geändert werden.”

Der Mehrwert bei PPK besteht gerade darin, führte Steingaß zur Begründung der bvse-Haltung aus, dass der Faseranteil in den bereits bestehenden Recyclingsystemen ökologisch vorteilhaft und effizient genutzt wird. Gerade bei PPK sind daher alle Anforderungen an Mehrweglösungen überflüssig.

Auch die Decarbonisierung ist für die Altpapierbranche ein wichtiges Thema. Mit etwa einer Milliarde Tonnen CO2-Einsparpotenzial trage das Altpapierrecycling erheblich zu den internationalen Bemühungen der Bekämpfung der Klimakrise und dem politischen Willen nach „Grünen Lösungen“ bei. “Durch Recycling schonen wir primäre Ressourcen und leisten so unseren erheblichen Beitrag zum Naturschutz und zur Artenvielfalt. Die Recyclingwirtschaft ist Teil der Lösung für mehr Klimaschutz”, stellte der bvse-Vizepräsident fest.

Der bvse, so berichtet er, hat sich zusammen mit dem TÜV Süd dem Thema Decarbonisierung, konkret der Sichtbarmachung von CO2-Reduktion bei der Erfassung und Aufbereitung von Sekundärrohstoffen wie Altpapier, gewidmet. Über einen standardisierten Prozessablauf können der CO2-Rucksack und auch CO2-Kennzahlen in der Erfassung und Aufbereitung von Altpapier ermittelt werden. “Der Vorteil dieser Feststellung besteht darin, die eigenen Werte und das Einsparpotenzial zu erkennen und hieraus auch gezielt in Energieeffizienz investieren zu können. Auch hier gilt es, die Nase vorne zu haben und nicht hinterher zu laufen. Hier wollen wir mit der Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen auch unseren Beitrag zur CO2-Reduktion leisten”, betonte Werner Steingaß abschließend.

Altpapiertag

Werner Steingaß (Bilder: bvse)

Normungsroadmap Circular Economy

Wegweiser für die Normung und Standardisierung der Circular Economy

Die Normungsroadmap von DIN, DKE und VDI gibt einen Überblick über den Status Quo der Normung im Bereich Circular Economy, beschreibt Anforderungen und Herausforderungen für sieben Schwerpunktthemen und formuliert konkrete Handlungsbedarfe für zukünftige Normen und Standards.

Ein Schwerpunkt ist das Thema Verpackungen:

Verpackungen schützen Produkte. Sie helfen auch, Lebensmittelabfälle zu vermeiden, indem sie die Mindesthaltbarkeit erhöhen. Diesen Vorteilen steht gegenüber, dass Verpackungen noch überwiegend linear genutzt werden. Nach Gebrauch werden sie zu Abfall, der je nach Material recycelt und in den Kreislauf zurückgeführt, oft aber auch nicht weiterverwertet wird. Allein in Deutschland fallen laut Umweltbundesamt jährlich rund 19 Millionen Tonnen an Verpackungsabfällen an – Tendenz steigend. Normen und Standards sind elementar, um zirkuläre Verpackungssysteme zu gestalten. Die Normungsroadmap Circular Economy thematisiert unterschiedliche Ansätze: vom Verpackungsdesign über zirkuläre Infrastrukturen für Sortierung und Verwertung bis hin zur Konformität von Rezyklaten.

Mehr dazu auf der Seite des DIN

Das 10. Online Print Symposium findet am 23. und 24. März 2023 im Science Congress Center Munich auf dem Garchinger Forschungsgelände (U6 Garching-Forschungszentrum) statt. Das Motto „Empowering the Future of Print“ prägt das Programm des diesjährigen Online Print Symposiums: Die Stärkung und das Wachstum des Onlinedrucks.

Dr. Ralph Dittmann, Geschäftsführer der WKS-Gruppe und Referent beim INGEDE-Symposium 2022, wird über „Nachhaltigkeit im Onlineprint? Innovation statt Verbot!“ sprechen.

XBei den Hunkeler Innovationdays in Luzern präsentieren vor allem Digitaldruckfirmen neue Produkte oft noch vor der Einführung etwa anlässlich der drupa.

Hunkeler Innovationdays (Foto: Axel Fischer)

XSpringer-Vorstand Döpfner:
Keine Zukunft für BILD und WELT auf Papier

Nach einer u. a. von der Tagesschau aufgegriffenen dpa-Meldung sieht Springer-CEO Mathias Döpfner keine Zukunft für die gedruckten Ausgaben von BILD und WELT.

“Mein Ziel ist, die digitale Transformation zu vollenden und aus Axel Springer ein reines Digitalunternehmen zu machen”, sagte der Döpfner der Nachrichtenagentur dpa.

Die gesamte Meldung lesen Sie u. a. hier auf der Webseite der Tagesschau.

Die im Inkjet gedruckte und deshalb blass wirkende auf Zypern gefundene Zeitung ist nicht deinkbar.

Foto: Axel Fischer

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